Radiosendung zum Stadtspaziergang am Sonntag:  https://m.soundcloud.com/radio_lora/stadtspaziergang-10-04-22 

Nächsten Sonntag, 10.04. um 18:00-20:00 Radio Lora, 97,5 MHz oder www.lora.ch einschalten. Nach dem virtuellen Stadtspaziergang mit der Stadtgruppe gibt es einen tollen Preis zu gewinnen. Merk dir dafür bereits die Gewinnspielnummer, um am Ende der Sendung beim Quiz ins Studio anzurufen: 044 567 24 00.



Housing Action Day 2022 in Zürich – Gemeinsam für eine solidarische Stadt von unten!

Zum dritten Jahrwurde für Samstag, 26.03.2022europaweit zum Housing Action Day aufgerufen.https://housingnotprofit.org/housing-action-day/ Zu diesem Anlass haben wir gemeinsam in Zürich ein Zeichen gegen kapitalistische Aufwertung und Verdrängung gesetzt. Wir waren in der Stadt unterwegs und haben an verschiedenen Orten Transpis aufgehängt, die im Zusammenhang mit Gentrifizierung und dem Kampf füreine solidarische Stadt von unten stehen.

Das ehemalige Arbeiter*innenquartier Kreis 5 hat in den letzten 30 Jahren eine massive Aufwertung erlebt. Industriebetriebe wurden in die Agglomeration verlegt, ehemalige Industrieareale mit teuren Wohnüberbauungen überzogen und hunderte Häuser luxussaniert.

Doch der Kreis 5 blickt auch auf eine Geschichte aktiver Häuserkämpfe, Besetzungen, Demos und Aktionen zurück, welche das Grundrecht auf Wohnen einfordern. Wohnraum kann verteidigt werden, die Aufwertung ist angreifbar.

 
Ende 2020 kündigte Coop Immobilien den Mieter*innen der Häuser am Sihlquai 280 und 282. Diese organisierten und wehrten sich. 2021 wurden die Häuser zwei Mal besetzt. Coop involvierte die Zwischennutzungsfirma Intermezzo Housing AG, welche die Wohnungen für bis zu 60% über dem ursprünglichen Preis vermietet. Zwischennutzungen hebeln das Mietrecht aus, prekarisieren das Wohnen und sollen Besetzungen verhindern. Unternehmen wie Intermezzo oder Interim arbeiten Hand in Hand mit Immobilienunternehmen und streichen Millionen ein.

Gentrifizierung findet auch in den Aussenquartieren statt. In Schwamendingen werden in den nächsten Jahren sehr viele Genossenschaften ihre Siedlungen durch Ersatzneubauten ersetzen. Damit wird der Raum attraktiv für private Investor*innen und zwischen den neuen Siedlungen entstehen teure Eigentumswohnungen. Immobilienkonzerne übernehmen ehemalige Industrie- und Gewerbezonen. Viele der bisherigen Bewohner*innen können sich das Wohnen im aufgewerteten Schwamendingen nicht mehr leisten und müssen wegziehen. https://barrikade.info/article/5007

Nicht erst die Corona-Krise macht die Widersprüche des Kapitalismus sichtbar. Doch in der aktuellen Situation zeigt sich noch deutlicher, dass nicht für die Allgemeinheit gebaut wird, sondern allein für den Profit. Das Thema Wohnen steht im Zentrum vieler sozialer Fragen; im Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit, der Klimakrise, mit sozialen, patriarchalen und rassistischen Machtverhältnissen und Ungleichheiten. Dasselbe gilt auch für den öffentlichen Raum. Wem gehört die Stadt? Wer lebt in den aufgewerteten Quartieren? Wer darf sich auf den Strassen bewegen, ohne kontrolliert und weggewiesen zu werden? Und wer lebt ausserhalb der Stadtgrenzen, hat lange Arbeitswege, schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne?

Die Mechanismen der Gentrifizierung sehen wir in Zürich schon lange. Arbeiter*innenquartiere werden aufgewertet, Mieten schiessen in die Höhe, proletarische und migrantisierte Menschen müssen wegziehen, Menschen mit höherem Einkommen ziehen ein.

Der Kampf um die Stadt ist nicht neu; die Stadt ist umkämpft. Das Kapital will Profite maximieren, der Staat weitet seinen Zugriff aus. Das sind direkte Angriffe auf die Lebensbedingungen proletarischer Menschen.

Doch Widerstand ist möglich. Wir wollen eine solidarische Stadt von unten. Egal, ob mit Demos, Hausbesetzungen oder Mietkämpfen. Erkämpfen wir Wohnraum und solidarische Strukturen!

Jeder Tag ist Housing Action Day. Setzen wir immer und immer wieder Nadelstiche gegen Aufwertung und Verdrängung!

Transpi Letten: Oisi Strasse, oisi Quartier

Wir bleiben alle! Oisi Stadt, oisi Quartier!
Solidarisieren, organisieren, kämpfen




*Stadtspaziergang gegen Aufwertung und Verdrängung am Samstag, 4. Dezember um 13 Uhr am Röntgenplatz ZH*

Ein Streifzug durchs Quartier mit vielfältigen Beiträgen zu Gentrifizierung und Widerstand im Kreis 5, am Sihlquai und darüber hinaus.

Mit heissen Getränken und Suppe. Wehren wir uns gemeinsam gegen kapitalistische Stadtentwicklung!

Weitersagen & kommen!






Stadtgruppe am Magma Sommerfest, Samstag 21.08. um 16:30

***Workshop zu Gender und Gentrification***

Wir stellen das Buch Gender und Gentrification von Winifried Curran (2018) vor. Danach wollen wir mit euch drei von Currans Thesen auf Zürich bezogen diskutieren.

Diesen Samstag 21.August, 16.30 am Magma Sommerfest (Magnusstrasse 24, Zureich)




Soliküche für alle! - Freitag, 23.07.21





Link zur Radiosendung:  https://m.soundcloud.com/radio_lora/stadtrundgang20 



Communiqué zum Stadtspaziergang zu den Kämpfen gegen Aufwertung und Verdrängung vom Samstag, 5. Dezember 2020 in Zürich

Stadtspaziergang verbindet Kämpfe gegen Aufwertung und Verdrängung in Zureich

Wir versammelten uns heute Samstagnachmittag, 05.12.2020 für einen Stadtspaziergang gegen Aufwertung und Verdrängung. Beim Streifzug durch die Zürcher Kreise 3 und 4, welche seit Jahren von Gentrifizierung betroffen sind, griffen wir Beispiele einer kapitalistischen Stadtentwicklung auf, aber betonten auch die widerständischen und solidarischen Orte durch verschiedene Beiträge. Bei kaltem Wetter beteiligten sich 200 kämpferische Stadtbewohner*innen. Bleiben wir in Bewegung! Denn Immobilienbesitzende und die Stadt machen keine Pause in Zeiten von Corona, sondern die verschiedenen Widersprüche im kriselnden System verschärfen sich.

Auf der Fritschiwiese begrüsste die Stadtgruppe die Teilnehmenden. Die ersten drei Beiträge kritisierten die Swiss Star Apartments an der Aemtlerstrasse, die exemplarische Aufwertung eines Gebäudes an der Zentralstrasse mittels Rauswurf der bisherigen Mieter*innen und Erstellung von millionenteuren Eigentumswohnungen sowie die Entwicklung der Weststrasse von der dreckigen Verkehrsschneise zum Yuppie-Anziehungspunkt. Die Beiträge bei der Kalkbreite und auf der Bäckeranlage machten auf die st

ädtischen Widersprüche beim klimagerechten Bauen und im Umgang mit der Corona-Pandemie aufmerksam. Vor der Langstrassenunterführung bei der Europaallee vermittelte ein Quiz Funfacts. Zum Abschluss auf dem Ni-Una-Menos-Platz, wie die feministische Bewegung den Helvetiaplatz umbenannt hatte, zeigten Schilder am Arbeiter*innendenkmal anhand der Lebensrealitäten von Beispielfiguren den Sexismus in der gentrifizierten Stadt auf. Bei heissen Getränken und Suppe löste sich der Stadtspaziergang selbstbestimmt auf.

Der Gentrifizierungsprozess, den wir zurzeit in Zürich beobachten, drückt sich nicht nur in den steigenden Mieten aus, sondern begegnet uns in vielen unterschiedlichen Momenten des städtischen Lebens. Neue schicke Restaurants und Läden, die auf eine zahlungskräftige Kundschaft abzielen, oder eine Zunahme von AirBnB-Wohnungen und Business Apartments beeinflussen unsere Stadt genauso wie die zunehmende Überwachung und systematische Verdrängung von Sexarbeitenden, prekarisierten und kriminalisierten Menschen im öffentlichen Raum. Wir beobachten eine Stadtplanung, die Zürich als attraktiven Wirtschaftsstandort und digitale, smarte Stadt des 21. Jahrhunderts profilieren möchte und dabei sterile, möglichst disziplinierte und konsumorientierte öffentliche Räume gestaltet.

Wenn wir diese Entwicklungen kritisieren, geht es uns nicht darum zu sagen, dass es früher besser gewesen sei und die Prozesse, die wir heute beobachten, völlig neuartig seien. Zu jeder Zeit drücken sich die Widersprüche des Kapitalismus in der Stadt und ihrer Entwicklung aus. Als linke widerständische Kräfte müssen wir die Stadtentwicklung im Auge behalten. Wenn sich die Stadt verändert, hat dies auch einen Einfluss auf alle anderen Kämpfe, die wir hier führen müssen. Wenn wir mit Demonstrationen, Plakaten, Klebern, Sprays und anderen Formen unsere Inhalte auf die Strasse tragen, Häuser besetzen oder linke Infoläden und Treffpunkte eröffnen, dann kämpfen wir immer auch um unseren Platz auf den Strassen und in den Quartieren dieser Stadt. Wir wollen keine Aufwertung im Sinne der Profitmaximierung! Setzen wir einer profitorientierten, verdrängenden und repressiven Stadt unsere Vorstellungen von einem solidarischen Zusammenleben entgegen. Wir wollen einen bezahlbaren Wohnraum, welchen sich Familien, Alleinerziehende, AHV- und IV-Rentner*innen und Kleinbetriebe leisten können! Wir bleiben alle!

https://wir-bleiben-alle.ch


*Stadtspaziergang gegen Aufwertung & Verdrängung*

Samstag 5. Dezember - Treffpunkt 13:30 auf der Fritschiwiese, Zureich.

Ein Streifzug durch Quartiere, die von kapitalistischer Stadtentwicklung und Verdrängung betroffen sind. Beispiele und Infos zu Gentrifizierung und zum Widerstand!

Allen Interessierten weitersagen und kommen. Maske und einen Becher für warmes Getränk mitnehmen.

Bleiben wir in Bewegung!


SOLIDARISIEREN - ORGANISIEREN - KÄMPFEN

www.wir-bleiben-alle.ch


Kino gegen Aufwertung und Verdrängung 19. Januar - 16. Februar 2020

Filmreihe an verschiedenen Orten mit Diskussionen zum Thema kapitalistische Aufwertung und Verdrängung

ACHTUNG! 

Favela Olimpica wird diesen Sonntag nicht in der Marsbar gezeigt! 

Neuer Ort: So. 16.02., 19:00, Konradstrasse 66, Zürich -> mehr Infos


So. 19.01., 19:00, Techo y Comida (2015) im Streikhaus, Sihlquai 115, 8005 Zürich -> mehr Infos
Sa. 25.01., 19:00/20:00, Komsu Komsu! Huu! (2015) im Mozaik -> mehr Infos
So. 02.02., 17:00, Züri brännt (1981) auf dem Zeughaushof -> ACHTUNG! Muss wegen Regen verschoben werden! Neues Datum folgt.
So. 09.02., 18:00/20:00, Push - für das Grundrecht auf Wohnen (2019) im Park Platz -> mehr Infos
Do. 13.02., 20:00, Von zwölf bis zwölf - 24h Langstrasse (1971) in der Rothaus Bar -> mehr Infos
So. 16.02., 20:00, Favela Olimpica (2017), in der Mars Bar




Samstag, 06. Juli, 2019 - Infoabend zur Vernetzung gegen kapitalistische Stadtentwicklung
18 Uhr Essen, 19 Uhr Veranstaltung in der Kernstrasse 14, Zürich

Mit Aktivist*innen aus Berlin / Nürnberg / Wien / Marseille / London / Mailand



Solidarisieren - Organisieren - Kämpfen